Rentismus – Klientelismus – Sozialismus: Der Fall Venezuela

Prof. Dr. Ivo Hernández sprach vor etwa 40 Teilnehmern über die destaströse Lage in Venezuela.
Mehrmals betonte er, dass es im Kern der Sozialismus ist, immer wieder der Sozialismus, der die Menschen in die Irre und dann in die Katastrophe führt.

Venezuela hatte 30 Mio Einwohner, bei einer Fläche die ca. 4 mal so groß ist wie die Deutschlands. Heute sind es geschätzt etwa 24 Mio. Einwohner, denn 5-6 Mio befinden sich auf der Flucht vor Hunger und Elend.
Die ersten die gingen waren die gut Ausgebildeten mit Chancen auf der ganzen Welt – plug and play Generation genannt.
Die letzten die gehen sind die ärmsten Bevölkerungsschichten. Zurück bleiben die Hoffnungslosen, Alten und die, die keine Wahl haben.

Nein, es sind nicht die Amerikaner die das Land auszubeuten versuchen; das Öl sei so schlecht man nenne es des Teufels Exkrement. Im Gegenteil, es wäre schön wenn sie sich mehr für Venezuela interessierten.
Nein, auch die ehemaligen Kolonialherren (Spanien) waren nicht schuld an der Misere.

Die Misere ist entstanden, als man den über Jahrzehnte aufgebauten Wohlstand neu umverteilen wollte. Hierzu wurden Enteignungen durchgeführt, die wiederum dazu führten dass die Industrie abwanderte. Wer will in ein Land investieren, wenn es keine Eigentumstitel mehr gibt?

Schuld trägt auch die kubanische Regierung, denn Fidel Castro und Hugo Chavez kungelten eine Kooperation unter sozialistischen Brüdern aus. Und diese sieht so aus, dass Venezuela Öl und Dólares an Kuba liefert, ein sozialistisches Geschenk des einen Tyrannen an den anderen (Anm. meine Wortwahl).

Das BIP von Venezuela ist 100% korreliert mit dem Erdölpreis, bzw. mit dem Export von Erdöl. Und da dieser in den letzten Jahren dramatisch eingebrochen ist, ist auch das BIP abgestürzt, -18% in 2018.

Die Inflation ist auf ein Niveau angelagt, wo es günstiger ist die bunten Geldscheine als Toilettenpapier zu nutzen, als echtes Toilettenpapier (Anmerkung eines Teilnehmers). Laut Hernández betrug die Inlation 2018 106.000%, laut eigener Recherche liegt diese bei knapp 1.000.000%.

Wer sind die heutigen Partner von Venezuela? Das sind nicht die USA, nicht Europa; die Lücken wurden gefüllt von China und Indien, wobei der Umsatz mit China schon wieder rückläufig ist. Und die Russen? Die haben abgewunken – das Öl zu schlecht, die Regierung zu unsicher.

Wie geht es weiter mit Venezuela? Gibt es noch Hoffnung?
Diese Frage musste letztliche offen bleiben.

Vielen Dank Prof. Dr. Ivo Hernández für Ihren wunderbaren, mit vielen Anekdoten gespickten, Vortrag. Wir konnten kein positives Resümee ziehen. Venezuela bleibt als Warnung im Raum stehen an alle diejenigen, die noch immer einen sozialistischen Traum hegen.

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