Rückschau

Deutschland in der Krise? Wege aus der Parteienverdrossenheit.

Am 4. Dezember 2018 referierte Dr. Gerhard Papke über den Missstand, der sich seiner Meinung nach in Deutschland in den vergangenen Jahren aufgetan hat: die Distanz zwischen der Politik und dem Bürgertum.

Während die einen im Elfenbein-Palast nach weiteren Möglichkeiten suchen, ihrem Volk Gutes zu tun, kämpfen die achso Umsorgten um alltägliche Probleme, die es ohne die Damen und Herren Politiker gar nicht gäbe.

Rückblickend auf die vergangenen Jahre kommen einem da viele Themen in den Sinn: Energiewende, Klimaschutz, Gendering, Diesel-Affäre, usw.

Papke aber konzentriert sich auf 3 Themenbereiche, die er nacheinander abarbeitet. Burkhard von Grafenstein war einer der Teilnehmer und hat über den Abend einen Bericht in seinem Blog veröffentlich, den wir hier mit seiner freundlichen Genehmigung zeigen.


Begrüßung der Teilnehmer

Mit freundlicher Genehmigung von Burkhard von Grafenstein, seinem Blog „Westfälisches Tagebuch“ entommen:

„Vertrauenskrise zwischen Volk und POlitikern“

Gerhard Papke war ehemals ein führender Politiker der FDP und Vizepräsident des Landtags in NRW, überwarf sich jedoch mit seinem einstigen Weggefährten Christian Lindner über den Umgang mit der Migrationskrise und dem Islam bzw. Islamismus. Beim Hayek-Club Münsterland gab er sich als überparteilicher Warner vor einer Vertrauenskrise zwischen Politikern und Volk. Die Probleme in Deutschland reichten weit über den Zustand einzelner Parteien hinaus. Die Parteien hätten sich weit von der Lebensrealität der Bürger entfernt, die Politik habe oft nur noch Effekthascherei und Show anzubieten.

Drei Politikfelder hob Papke hier besonders hervor: Migration, Deutschland und Europa sowie Wertevermittlung.

Im Feld der Migration könne jetzt, aber auch in Zukunft, keine Entwarnung gegeben werden. Die Bevölkerung Afrikas werde sich verdoppeln, die Zuwanderung werde daher wieder zunehmen und dabei all unsere Vorstellungskraft sprengen. Die afrikanischen und arabischen Zuwanderer hätten ein sehr niedriges Bildungsniveau und andere Werteverständnisse, insbesondere auch im Verhältnis von Frau und Mann. Dies führe dazu, dass es bei Übergriffen auf Frauen wie an Silvester 2016 oft an Unrechtsbewusstsein fehle, denn nach dem Verständnis der Täter hätten sich Frauen nachts nicht mehr in der Öffentlichkeit aufzuhalten. Das seien enorme kulturelle Herausforderungen, Deutschland müsse zum Schutz der wehrhaften Demokratie gegen den Islamismus aufstehen. Eine Verniedlichung der Probleme seitens der Politiker müsse hier zu einem Aufbegehren der Bürger führen. Solange ein Schutz der EU-Außengrenzen nicht möglich sei, sei ein Schutz der deutschen Landesgrenzen notwendig. Dieser finde derzeit nicht wirksam statt. Auch wer keine oder gefälschte Papiere habe, müsse leider an der deutschen Grenze nur „Asyl“ sagen, um ins Land zu kommen.

Auf EU-Ebene müsse die Souveränität der europäischen Staaten wieder wertgeschätzt werden. Die Vielfalt seiner Völker sei die Stärke Europas. Durch die Masseneinwanderung und die Bekämpfung der Nationalstaatlichkeit würde die Menschen kulturell entwurzelt, diese sehnten sich aber nach Haltepunkten wie Familie, Freunde, kulturelle Identität und Heimat.

Nicht zuletzt konstantiert Papke eine Sehnsucht der Bürger nach mehr Anstand. Höflichkeit und Respekt würden wieder geschätzt, daher müsse es einen Richtungswandel im Schul- und Bildungssystem geben. Zum Erziehungsauftrag der Lehrer müsse auch die Vermittlung von Werten gehören.

Dr. Gerhard Papke in seiner Rede vor dem Hayek-Club Münsterland e.V.
Podcast: Deutschland in der Krise? Wege aus der Parteienverdrossenheit
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Eiserne Karotte – ein Plädoyer für die Meinungsfreiheit

Am 16. November 2018 hielt Dr. Michael von Prollius eine Laudatio auf den diesjährigen Preisträger MdB Heiko Maas.

Diesen Preis hatte sich der ehemalige Justizminister verdient weil er in 2017 das ominöse Netzwerkdurchsuchungs – korrigiere – Netzwerkdurchsetzungsgesetz auf den Weg gebracht hatte und es leider in dritter Lesung vor Auflösung des Parlaments seinen Weg in das Gesetzbuch fand.

Einmal im Jahr vergibt der Hayek-Club Münsterland e.V. diesen Preis an den oder diejenige, welche sich im besonderen Maaße um die Unfreiheit bemüht gemacht hatte. Und in diesem Jahr hatte ihn MdB Heiko Maas verdient.

Die Rede von Michael von Prollius können Sie entweder als Podcast hören oder als Video sehen und hören.

Laudatio (Podcast)

Laudatio (Video)

FFG_181117_Eiserne-Karotte-für-Maas (zum nachlesen)

Forum Freie Gesellschaft

Und hier noch einige Impressionen des Abends.

Menschliches Zusammenleben

Menschliches Zusammenleben

– eine handlungswissenschaftliche Untersuchung gesellschaftlicher Ordnung –

Einführungsworte von Christophe Lüttmann zum Vortrag von Dr. jur. Andreas Tiedtke:

Die Österreichische Nationalökonomie, deren Vertreter unter anderem Friedrich August von Hayek unser Namenspatron ist, unterscheidet sich in wesentlichen Teilen von anderen ökonomischen Traditionen, wie dem Keynesianismus, Monetarismus, der Historischen Schule, ganz zu schweigen vom Marxismus.

Deutlich tritt dies zutage bei den ökonomischen Grundsätzen und Methoden. Aber auch innerhalb der Österreichischen Schule gibt es Differenzen.

Sichtbar wird das an der Person Ludwig von Mises. Er begreift die Ökonomik eher als Wissenschaft der Logik denn der Naturwissenschaften. Entsprechend unterscheidet er auch zwischen der Praxeologie (Logik des Handelns) und der Empirie.

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Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen

Dr. Markus Krall trägt seine Analyse zu den „Schwarzen Schwänen“ vor die er meint analysiert zu haben.

Ein schwarzer Schwan ist zwar typischerweise nicht vorherzusehen, insofern sind Kralls schwarze Schwäne eher dunkle Wolken am Himmel. Das ändert aber nichts am dramatischen Inhalt seiner Aussage.

„Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen“ weiterlesen

Das Ende der EUromantik – Neustart jetzt

Bericht von Prof. Dr. Ulrich van Suntum:

Der Mannheimer Volkswirt Prof. Dr. Roland Vaubel sprach am Dienstag den 10. Juli 2018 beim Hayek-Club Münsterland e.V. zum Thema „Das Ende der EUromantik“, so auch der Titel seines aktuellen Buches.

Trotz des gleichzeitigen Fußballspiels im Fernsehen war der Vortrag im Hotel-Restaurant Brintrup mit mehr als 50 Zuhörern sehr gut besucht.

„Das Ende der EUromantik – Neustart jetzt“ weiterlesen

Hayek-Preis zu Münster 2018

Am 19. Juni 2018 fand die erstmalige Preisverleihung des Hayek-Preises an Studenten der Münsteraner WWU statt.

Um 18.30 Uhr starteten die Festivitäten mit einem kühlenden Sektempfang. Pünktlich um 19.00 Uhr griff die virtuose Cellistin Julia Wasmund in die Saiten ihres Instruments und spielte aus der Suite 6, Prélude von Johann Sebastian Bach. Später folgten dem drei weitere Stücke, nämlich Intermezzo e danza finale von Gaspar Cassadó, Allemande aus der Suite 6 von Johann Sebastian Bach und am Ende der Elfentanz von David Popper.

Die Zuhörer waren begeistert von dieser Darbietung.

Christophe Lüttmann führte durch das Abendprogramm und kündigte den ersten Redner, Prof. Dr. Max Otte an.

Zur Vita von Prof. Dr. Max Otte:

Prof. Dr. Max Otte ist Wirtschafts- und Finanzexperte und eine anerkannte Autorität auf dem Gebiet des werthaltigen Investierens. Er hat zahlreiche Bücher und Artikel zu Wirtschafts- und Finanzthemen veröffentlicht. Sein Buch „Der Crash kommt“ aus 2006 wurde zum Bestseller, weil der Crash tatsächlich wenig später eintrat. Er ist Gründer des Finanzinformations- und Analyseinstituts IFVE Institut für Vermögensentwicklung GmbH, Herausgeber des Kapitalanlagebriefes DER PRIVATINVESTOR sowie Direktor des Zentrums für Value Investing e.V.

Prof. Otte wurde drei Jahre in Folge (2009-2011) von Börse Online mit dem Titel „Börsianer des Jahres“ ausgezeichnet.

Prof. Max Otte studierte Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und politische Wissenschaften in Köln und Washington DC. 1992 promovierte er an der Princeton University. Seit 2001 ist er Professor für allgemeine und internationale Betriebswirtschaftslehre an der FH Worms.

In seinem Vortrag ging Herr Professor Otte vor allem auf die „Machtfrage“ ein. Denn wer Macht besitzt kann auch bestehende Regeln ändern. Und also muss man sich immer und zuerst die Frage stellen, wer aktuell global gesehen Macht besitzt um Spielregeln zu ändern. Und da lag die Antwort auf der Hand, nämlich die USA.

Eine freie Marktwirtschaft a la Hayek kann nur funktionieren, wenn sich alle Parteien an die gleichen Regeln halten und daran hatte Prof. Otte durchaus Zweifel angemeldet.

Ich verlinke hier einen Artikel von Klaus Kelle, der zum Vortrag geschrieben hat.

Im Anschluss an die Rede bekamen die Teilnehmer ein vorzügliches Drei-Gänge-Menü vom Wirt Rocco Rinaudo serviert.

Draußen vor dem Fenster hatte sich mittlerweile das ZDF aufgebaut und filmte ungeniert durch die Fenster die speisenden Gäste. Dass dies unser „Qualitätsjournalismus“ sein soll mag ich bezweifeln. Auf jeden Fall gingen Prof. Otte und ich hinaus, um ein nettes Gespräch mit den Herren zu führen. Um es kurz zu machen: das war sinnlos.

Klaus Kelle hat auch zu diesem Vorfall seine Gedanken niedergeschrieben.

Frontal 21

Durch diesen „Zwischenfall“ haben sich die Gäste im Inneren des Gebäudes aber nicht die Laune verderben lassen und so schritten wir zum Höhepunkt des Abends, nämlich der eigentlichen Preisverleihung.

Laudator war Prof. Dr. Ulrich van Suntum, seit 2017 im Vorstand des Hayek-Club Münsterland e.V.

Eine kurze Vita:

Van Suntum ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster und hat dort das Centrum für angewandte Wirtschaftsforschung (CAWM) gegründet.

Er war Generalsekretär des Sachverständigenrates und ist Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

Sein Buch „Die unsichtbare Hand“ ist in bisher fünf deutschen Auflagen sowie in englischer japanischer und chinesischer Übersetzung erschienen.

In 2017 erschien sein Werk Capital, Interest, And Money, The Economics of Viking Villagein dem er die Wirkung von u.a. Geldpolitik anhand eines sehr einfachen Modells, nämlich einer Wikingersiedlung, darstellt.

Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Makroökonomik, Geld- und Zinstheorie sowie Geschichte der Volkswirtschaftslehre.

 

Zwei Personen wurden ausgezeichnet für ihre herausragenden Essays, die sie bei der Jury eingereicht hatten.

1. Toby Law

Er erhielt 1.000€, davon 1 Goldmünze im Wert von ca. 300€.

Hayekian Complexity (Toby Law)

2. Naomi Seibt

Sie erhielt einen Sonderpreis für Schüler und einen Buchgutschein im Wert von 100€.

H2018 (Naomi Seibt)

 

Toby Law hat uns zugesagt als Referent beim Hayek-Club Münsterland e.V. aufzutreten. Es lohnt sich diesem jungen und sehr intelligenten Menschen zuzuhören.

Menschen wie Toby Law und Naomi Seibt machen Hoffnung auf die Zukunft.

Gegen 22.00 Uhr endete die Veranstaltung und Christophe Lüttmann verabschiedete die Gäste nach Hause.

Hier folgen später Videos, sobald uns die Freigaben vorliegen!

  1. Festrede von Prof. Dr. Max Otte
  2. Laudatio von Prof. Dr. Ulrich van Suntum, Preisverleihung an Naomi Seibt und Toby Law

 

Die Freiheit in Deutschland – Geschichte und Gegenwart –

Am 15. Mai 2018 referierte Prof. Dr. Gerd Habermann über die Geschichte der Freiheit in Deutschland.

Mit seiner dritten Broschüre der „Trilogie der Freiheit“ hat er sein Werk vollendet, wobei hinzuzufügen sei, dass noch ein Buch zum Thema entstehen wird.

Mit „Deutschland“ sei vor allem die Sprache gemeint, die in den Ländern Schweiz, Österreich, Luxemburg, Liechtenstein und Deutschland gesprochen wird.

Im Folgenden wird ein stark gekürzter Querschnitt aus seiner Broschüre dargestellt.

„Die Freiheit in Deutschland – Geschichte und Gegenwart –“ weiterlesen